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Die besten Übergangsschienen für Böden

Übergangsleisten sind wahrscheinlich nicht das Erste, woran Sie denken, wenn Sie Ihr neues Bodenbelagsprojekt planen. Sie lassen Ihr Herz kaum höher schlagen! Wenn Sie jedoch möchten, dass der Bodenbelag in Ihrem ganzen Haus nahtlos und elegant aussieht, dann ist die Planung der Übergänge von Raum zu Raum und von Bodenbelagstyp zu Bodenbelagstyp definitiv etwas, mit dem Sie einige Zeit verbringen sollten. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Arten von Übergangsleisten vor und zeigen Ihnen, für welche Bodenbeläge sie typischerweise verwendet werden.

Verschiedene Arten von Übergangsschienen

Hier finden Sie eine Übersicht über die gängigen Übergangsleisten, für welche Arten von Bodenbelagsprojekten sie jeweils verwendet werden, sowie Preise und Beispiele von führenden Baumärkten.

T-Schienen

Sie sind typischerweise Übergangsleisten aus Metall wie Aluminium oder leichtem Stahl, aber auch Vinyl, Verbundstoff und Holz werden verwendet. Sie sind wie ein T geformt und werden zwischen zwei harten Oberflächen auf gleicher Höhe eingesetzt. Um das richtige Produkt zu finden, fragen Sie nach oder suchen Sie nach der Art des Bodenbelags, wie z. B. Fliesen- oder Holzübergangsleisten.

T-förmige Übergangsleisten liegen preislich zwischen 10 € und 17 €, je nach Material und Länge der Leiste.

Übergangsleisten für Teppichboden und harte Oberflächen

Ein Teppich-Übergangsschienen wird zwischen Teppichboden und Hartboden verwendet, da die Materialien nicht die gleiche Höhe haben. Teppich-Übergangsleisten glätten den Übergang und fallen ins Auge, um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass ein Wechsel des Bodenbelags und der Höhe bevorsteht. Reduzier-Übergangsleisten haben eine Metallschiene, die zuerst nach unten geht. Die Zähne auf der Teppichseite des Übergangs greifen das Material, um es an Ort und Stelle zu halten, wie es bei Heftstreifen der Fall wäre.

Der sichtbare obere Teil kann aus Metall, Vinyl, Holz oder Laminat bestehen, das in der Regel passend zum Hartbodenbelag gewählt wird. Diese Übergangsleisten werden oft in Sets verkauft, die eine Vielzahl von Teilen enthalten. Die beiden Bodenbelagsmaterialien, die aneinander grenzen, bestimmen, welche Stücke Sie verwenden.

Übergangsschienen für harte Oberflächen, wie z. B. ein Übergangsschienen von Fliesen zu Teppichboden, kosten zwischen 12 € und 25 €.

Abschlussleiste/Endleiste/Endkappe

Diese Übergangsleisten werden bei Parkett- und Laminatböden verwendet, wo sie auf eine Tür, eine Stufe oder einen anderen Bodentyp treffen. Die meisten Parkett-Übergangsleisten sind aus Holz oder Laminat gefertigt und passen zum Bodenbelag. Sie sind auf einer Seite eingekerbt, um die Kante des Bodenbelags zu bedecken. Die andere Seite hat typischerweise eine sogenannte Bullnose-Form, obwohl einige eine sanftere Neigung haben.

Der Preis für Abschlussleisten liegt zwischen 15 € und 40 €, je nach Länge und Material.

Treppenkante/Treppennase

Treppenkanten an der Vorderkante jeder Stufe geben Ihrer Treppe ein fertiges Aussehen und schützen gleichzeitig die Vorderkante jeder Stufe. Die Treppenkante macht jede Stufe etwas länger, sodass der Halt und die Sicherheit besser sind. Das Material der Treppenkante ist normalerweise Holz oder Metall. Es sind verschiedene Stile erhältlich, aber die meisten machen eine 90-Grad-Drehung nach unten. Treppenkanten aus Metall sind viel preiswerter als Holz, werden aber typischerweise nur bei Kellertreppen verwendet.

Scotia/Quarter Round

Diese Holzübergangsleisten decken die Dehnungsfuge ab, die am Rand eines Holzfußbodens erforderlich ist, wenn diese Fuge nicht durch eine Fußleistenleiste abgedeckt wird. Scotia und Quarter Round haben ähnliche, aber leicht unterschiedliche Profile, wie die Beispiele unten zeigen. Die Preise reichen von etwa 40 Cent bis 2,30 € pro laufendem Meter. Hochwertige Hölzer können mehr kosten.

Sockelleiste

Sockelleisten geben dem Rand des Raumes ein fertiges Aussehen und decken eine erforderliche Dehnungsfuge oder einen Heftstreifen ab, wenn der Bodenbelag aus Teppich besteht. Hochwertige Sockelleisten werden aus massivem Hartholz hergestellt, aber auch Holzverbundwerkstoffe, Vinyl und Schaumstoff werden verwendet. Die Preise für Sockelleisten beginnen bei weniger als 1 € pro laufendem Meter für Schaumstoff und Holzverbundstoffe. Parkett-Sockelleisten kosten 2,50 € bis 9 € für eine Längeneinheit von 30 Zentimetern, aber einige Premium-Produkte kosten mehr.

Materialoptionen für Übergangsleisten

Hier sind die gebräuchlichsten Materialien, die in Übergangsleisten verwendet werden und wo sie jeweils eingesetzt werden können.

Gummi-Übergangsleisten

Gummi-Übergangsleisten werden typischerweise in gewerblichen Bereichen eingesetzt, in denen scharfe Chemikalien zur Reinigung von Böden verwendet werden. Sie werden zwischen zwei harten Böden oder zwischen Teppich und hartem Bodenbelag eingesetzt.

Metall-Übergangsleisten

Es werden eine Reihe von Metallen verwendet, darunter Zinn, Aluminium und Messing, jeweils in verschiedenen Ausführungen, um Ihnen Optionen für die Akzentuierung Ihres Bodenbelags zu geben. Eine Metall-Übergangsleiste kann mit jeder Art von Bodenbelag verwendet werden.

Vinyl-Übergangsleisten

Dies sind oft die günstigsten Übergangsleisten für die Verwendung mit harten Bodenbelagsarten. Eine Vinyl-Übergangsleiste wird auch dann gewählt, wenn Feuchtigkeitskontrolle wichtig ist.

Holz-Übergangsleisten

Das ist die erste Wahl für Übergänge von Holz- und Laminatböden zu einer anderen harten Oberfläche. Ein Beispiel wäre eine Übergangsschiene von Fliesen zu Holzboden. Der richtige Holz-Übergangsschienen passt zur Farbe des Bodenbelags.

Schluter Übergangsleisten

Schluter-Bodenbelagssysteme sind Unterböden für Fliesen und Stein. Ein Schlüter-Übergangsschiene kann als Kantenmaterial verwendet werden oder dort, wo zwei verschiedene Bodenbeläge aneinanderstoßen.

Fliesen Nivelliersystem

Das angestrebte Ziel beim Fliesen verlegen ist zweifellos eine perfekt plane Fläche und ein gleichmäßiges Fugenbild. Eine Aufgabe, die oftmals gar nicht so leicht ist. Mit einem Nivelliersystem lässt sie sich jedoch relativ einfach bewältigen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie die benutzerfreundliche Fliesen-Verlegehilfe funktioniert, welche Vorteile es hat, mit einem Nivelliersystem Fliesen zu verlegen und wie Sie dabei am besten vorgehen.

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Die Herausforderung: Fliesen plan verlegen

Die Verlegung von Fliesen ist unbestritten mit so mancher Herausforderung verbunden.

Eine davon – wenn nicht sogar die größte – ist es, Fliese um Fliese auf exakt der gleichen Höhe und im genau gleichen Abstand zueinander zu positionieren.

Schon die geringste Unebenheit im Boden oder die kleinste Unregelmäßigkeit beim Verteilen des Fliesenklebers führt unweigerlich zu einem Niveau-Unterschied zwischen den einzelnen Fliesen. Und das kann im wahrsten Sinne des Wortes zur Hürde werden: Ist eine Fliese auch nur geringfügig höher als die daneben, kommt es zu überstehenden Kanten. Diese sogenannten Überzähne können sich schnell als lästige Stolperfalle entpuppen, die mitunter sogar Verletzungen verursachen. Abgesehen davon sehen solche Höhenunterschiede natürlich auch nicht besonders schön aus und beeinträchtigen somit das optische Gesamtbild der Fliesen. Zudem sind Unebenheiten auch in manchen Schutzbelägen sichtbar – etwa dann, wenn eine Bodenschutzmatte oder ein dünner PVC-Belag auf den Fliesen liegt.

Fliesen plan zu verlegen, ist also von Haus aus schon kein Kinderspiel. Der Trend zu immer größeren und dünneren Fliesen tut zusätzlich sein Übriges. Wurden früher in der Regel hauptsächlich kleinformatige, meist quadratische Fliesen verlegt, hat sich das Angebot durch ausgeklügelte Produktionsverfahren und verbesserte Materialien in den letzten Jahren laufend erweitert. Fliesen mit 60 cm Seitenlänge sind inzwischen Standard im Repertoire der Fliesen-Hersteller geworden und auch Fliesen im Dielenformat mit bis zu 3 m Länge stellen schon längst keine Seltenheit mehr dar. 

So werden durch moderne Fliesen zwar völlig neue Dimensionen in der Raumgestaltung möglich, beim Verlegen haben XXL-Fliesen allerdings mitunter ihren Preis.

Mit zunehmender Größe sind Fliesen nämlich von Natur aus nicht mehr komplett plan. Der Grund dafür ist, dass sich das Material beim Brennvorgang leicht aufwölbt. Mit freiem Auge sind diese „Schüsseln“ zwar zunächst meist kaum zu erkennen, spätestens beim Verlegen fallen aber dann schon marginale Differenzen in der Höhe der Fliesen umso mehr auf. Denn nachdem sich der Höhenversatz in der Regel über die gesamte Fliese erstreckt, entstehen logischerweise umso längere Kanten, je größer die Fliesen sind.

Deshalb haben selbst erfahrene Profis immer wieder ihre Mühen mit Überzähnen bei großformatigen Fliesen. Vermeiden oder ausbessern lassen sie sich – wenn überhaupt – nur mit großem Zeit- und Arbeitsaufwand. Wie schwierig das plane Verlegen von Fliesen wirklich ist, zeigt auch die Tatsache, dass sogar im verbindlichen Regelwerk der DIN-Norm Höhenunterschiede bei Fliesen bis zu einer Toleranzgrenze von 1,5 mm zugelassen sind.

Die Lösung: Nivelliersysteme

Dennoch bedeutet das natürlich nicht, dass prinzipiell kein makellos ebener Fliesenbelag mehr möglich ist. Ganz im Gegenteil. Denn wie so oft hat es zum Glück auch bei diesem Problem nicht lange zur passenden Lösung gebraucht. Und in diesem Fall heißt die Lösung eben Nivelliersystem.

Mit der praktischen Fliesenverlegehilfe lassen sich Höhenunterschiede zwischen zwei Fliesen ohne großen Aufwand ausgleichen und gleichzeitig ein einheitlicher Fugenabstand sicherstellen. Wer also ein Fliesen-Nivelliersystem bei der Verlegung einsetzt, schlägt sozusagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Wesentlich weniger Arbeit und ein sichtbar besseres Ergebnis – garantiert ohne unansehnliche Kanten und gefährliche Stolperfallen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Nivelliersysteme nicht nur Heimwerkern die Verlegung von Fliesen deutlich erleichtern, sondern auch bei professionellen Fliesenlegern zunehmend an Beliebtheit gewinnen.

Welche Nivelliersysteme gibt es und wie funktionieren sie?

Nivelliersysteme gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: entweder als Zug-System oder als Druck-System. Das zugrundeliegende Prinzip ist bei beiden Kategorien gleich, der Unterschied liegt in der konkreten Art und Weise, wie die Fliesen letztendlich nivelliert werden.

Bei jedem System werden zunächst Kunststoff-Teller unter den Fliesen platziert –und zwar optimalerweise jeweils mit einem Abstand von 5 bis 7 cm zu den Ecken. An jedem Teller befindet sich eine Lasche, die die Fliesen um einige Zentimeter überragt. Diese Laschen gewährleisten einerseits immer den gleichen Fugenabstand zur nächsten Fliese (je nach Produkt sind Fugenbreiten zwischen 2 mm und 4 mm möglich) und dienen andererseits als Befestigungselement für das eigentliche Nivelliersystem. Je nachdem, welches System verwendet wird, ist dann auch die weitere Vorgangsweise geringfügig anders.

Drucksysteme

Handelt es sich um ein Fliesen-Nivelliersystem mit Druck, ist die Lasche üblicherweise als Bogen ausgebildet. Sobald zwei benachbarte Fliesen verlegt sind, werden mithilfe einer speziellen Zange Keile in die Öffnungen dieser bogenförmigen Laschen geschoben. Durch das Zusammenwirken der Keile und Teller entsteht Druck auf die Fliesen. Mit dem Effekt, dass die höherliegende Fliese so weit nach unten gedrückt wird, bis sie mit der tieferliegenden Fliese exakt planparallel ausgerichtet ist. 

Zugsysteme

Im Vergleich dazu funktionieren Zug-Nivelliersysteme genau umgekehrt: Hier dienen die Laschen der Teller als Gewinde-Laschen, auf die jeweils nach der Verlegung von zwei nebeneinanderliegenden Fliesen Zughauben geschraubt werden. Wie der Name schon sagt, erzeugen diese Zughauben Zug. Aufgrund dessen wird die tiefere Fliese so weit nach oben gezogen, bis sie das genau gleiche Niveau der höheren Fliese erreicht hat.

Nachdem die Fliesen nivelliert sind und der Kleber vollständig getrocknet ist, werden Keile oder Zughauben der Nivelliersysteme wieder entfernt und die überstehenden Laschen an der dafür vorgesehenen Sollbruchstelle abgebrochen. Jener Teil der Lasche, der als Abstandshalter dient, bleibt in der Fuge der Fliese zurück und verhindert somit zuverlässig, dass die Fliesen verrutschen können. Auch die Kunststoff-Teller verbleiben dauerhaft unter den Fliesen, sind aber natürlich – ebenso wie die Laschen – nach dem Verfugen der Fliesen mit Fugenmörtel nicht mehr zu sehen.

Welche Vorteile bieten Nivelliersysteme (noch)?

Unabhängig davon, welches Fliesen-Nivelliersystem verwendet wird, am Ende ist das Resultat da wie dort gleich: Die Fliesen bilden eine absolut plane Ebene mit exakt gleichmäßigem Fugenabstand. Schon alleine wegen dieser Aussicht auf ein gewünscht perfektes Ergebnis lohnt es sich, mit einem Nivelliersystem Fliesen zu verlegen. Wer trotzdem noch skeptisch ist, ob dafür tatsächlich unbedingt Nivelliersysteme notwendig sind, oder ob nicht doch vielleicht wie früher üblich auch Wasserwaage und Fugenkreuze ausreichen, dem kann der folgende Überblick über die Vorteile eines Nivelliersystems die endgültige Entscheidung erleichtern.

Einfache Handhabung

In der praktischen Anwendung ist ein Nivelliersystem ebenso simpel, wie effektiv. Die Vorgehensweise ist im Grunde genommen nahezu selbsterklärend und mit wenigen Handgriffen in die Verlegung der Fliesen integriert. Um mit dem Nivelliersystem arbeiten zu können, braucht es weder spezielle Kenntnisse noch viel Erfahrung. Selbst ungeübte Hobby-Handwerker kommen mit dem Nivelliersystem schnell zurecht und profitieren am Ende von professionell verlegten Fliesen.

Universelle Einsatzmöglichkeiten

Ein Fliesen-Nivelliersystem ist äußerst vielfältig in der Anwendung – es gibt es praktisch keinerlei Einschränkungen. Weder was das Material und die Stärke der Fliesen betrifft, noch in Bezug auf die Verlegeart oder den Einsatzbereich. So können keramische Fliesen und Platten sowie Feinsteinzeug mit einer Stärke zwischen 3 und 12 mm ebenso plan verlegt werden, wie Naturstein-Fliesen, die mitunter bis zu 25 mm dick sind. Und zwar unabhängig davon, ob die Fliesen an der Wand oder auf dem Boden, drinnen oder draußen sowie im Halb-, Dreiviertel- oder Kreuzverband zu verlegen sind.

Ideal bei großformatigen Fliesen

Zugegeben, bei kleinformatigen Fliesen ist ein Nivelliersystem tatsächlich nicht unbedingt erforderlich. Überzähne sind dort ohnehin relativ selten zu finden bzw. lassen sich im Falle des Falles auch verhältnismäßig gut kaschieren. Außerdem ist der Bedarf an Laschen und Zughauben überdurchschnittlich hoch, wodurch das Nivelliersystem unterm Strich wahrscheinlich mehr Aufwand verursacht als Nutzen bringt. Allerdings werden kleine Fliesen heute eben kaum noch verlegt. Was im Umkehrschluss wiederum bedeutet, dass bei den meisten Fliesen-Projekten die deutlich anspruchsvolleren, großformatigen Fliesen verwendet werden – und dabei Nivelliersysteme sehr wohl zu empfehlen ist.

Niedriger Preis, hohe Ersparnis

Ein Fliesen-Nivelliersystem ist relativ günstig in der Anschaffung. In der Regel sind die verschiedenen Systeme als Set mit allen nötigen Bestandteilen erhältlich. Großer Pluspunkt dabei ist, dass die enthaltenen Keile und Zughauben mehrfach wiederverwendbar sind. Lediglich die Kunststoff-Teller samt Laschen sind Verbrauchsmaterial, da sie eben dauerhaft zwischen bzw. unter den Fliesen bleiben.

Dem geringen Preis für das Nivelliersystem steht gleichzeitig eine hohe Ersparnis gegenüber. Nämlich an Zeit, Aufwand und natürlich Ärger. Auf den ersten Blick mag es zwar vielleicht den Anschein erwecken, dass das Verlegen mit Nivelliersystem aufwendiger und zeitintensiver ist als ohne. Doch im Endeffekt ist trotz der zusätzlichen Arbeitsschritte eine schnelle Verlegung garantiert. Erstens geht das Anbringen der Teller, Keile, Zuglaschen oder Zughauben für das jeweilige System schon nach wenigen Fliesen praktisch automatisch von der Hand. Zweitens müssen ungleich hohe Fliesen nicht erst noch mal abgenommen und neu verlegt werden, wie es ohne Nivelliersystem erforderlich ist. Und drittens kann mit dem Nivelliersystem problemlos nachjustiert werden, solange der Fliesenkleber noch nicht ausgehärtet – falls zum Beispiel eine Unebenheit zwischen den Fliesen übersehen wurde.

Worauf ist beim Nivelliersystem-Kauf zu achten?

Ist nun die Entscheidung für die Verlegung mit einem Fliesen-Nivelliersystem gefallen, geht es darum, das optimale Produkt zu finden. Damit das gelingt, sollten zwei wesentliche Aspekte berücksichtigt werden:

Das passende System für die verwendeten Fliesen

Die Gretchenfrage lautet zunächst: Zug oder Druck. Grundsätzlich ist zwar das eine Nivelliersystem nicht besser oder schlechter als das andere. Das Zünglein an der Waage ist allerdings, welche Fliesen konkret verlegt werden. Handelt es sich um gängige Größen bzw. rechteckige Formate (z. B. 60 x 30 cm), sind sowohl Zug- als auch Druck-Systeme gleichermaßen gut geeignet. In diesem Fall ist also vielmehr entscheidend, welches Nivelliersystem dem Heimwerker sympathischer ist. Bei besonders großen Fliesen empfiehlt es sich hingegen, bevorzugt Drucksysteme zu verwenden. Denn bei Zugsystemen besteht mitunter die Gefahr, die großen Fliesen zu weit aus dem üblicherweise recht dünnen Mörtelbett aufzuheben bzw. die Zuglaschen beim Nivellieren abzureißen. 

Das beste Set für die jeweiligen Anforderungen

Für jedes System gibt zahlreiche verschiedene Produkt-Varianten von unterschiedlichen Herstellern. Namhafte Marken, wie zum Beispiel Karl Dahm, Hufa, Knauf oder Kaufmann, bürgen dabei generell für hohe Qualität der Systeme und bieten daher allgemein mehr Sicherheit als No-Name-Produkte. Unabhängig von der Marke sind Nivelliersysteme wie erwähnt üblicherweise als Komplett-Set sowohl im Fliesen-Fachhandel oder im Baumarkt als auch in diversen Online-Shops oder auch auf Amazon zu finden.

Um gezielt nach geeigneten Produkten suchen und diese miteinander vergleichen zu können, sollten natürlich bereits im Vorfeld einige wesentliche Überlegungen angestellt werden. Das betrifft in erster Linie den Materialbedarf – also wie viel Stück Zuglaschen, Keile bzw. Zughauben für das jeweilige Fliesen-Format benötigt werden und ob eventuell weiteres Zubehör (z. B. Zange, Gummihammer, Kleber etc.) für die Verlegung mit dem Fliesen-Nivelliersystem von Vorteil.

Weiters spielt die geplante Verlegeart und die gewünschte Fugenbreite eine Rolle. Denn daraus ergibt sich, wie die Lasche beim jeweiligen Fliesen-Nivelliersystem im Optimalfall aussehen sollte. So gibt es neben den standardmäßig enthaltenen Basis-Laschen häufig spezielle X- oder T-Laschen für die Verlegung im Kreuz- oder Dreiviertelverbund. Zudem gibt es die Laschen in unterschiedlichen Breiten, um Fugen zwischen 2 mm und 4 mm herzustellen.

TIPP: Breitere Fugen lassen sich mit Fugenkreuzen zusätzlich zum Fliesen-Nivelliersystem ohne Probleme erreichen.

Welches der zahlreichen Set-Angebote am Ende das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, hängt also davon ab, wie genau der Lieferumfang dem Bedarf und den Anforderungen entspricht.

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Verlegen mit Fliesen-Nivelliersystem in 3 Schritten

Abschließend möchten wir Ihnen anhand unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung noch einmal verdeutlichen, wie einfach, schnell und unkompliziert Sie mit einem Nivelliersystem zu einem perfekten Ergebnis beim Verlegen Ihrer Fliesen kommen:

Vor dem Verlegen: Untergrund vorbereiten

Ob mit oder ohne Nivelliersystem – bevor Sie überhaupt mit dem Fliesen legen beginnen können, braucht es einen perfekt vorbereiteten Untergrund. Das bedeutet, der Boden muss tragfähig, sauber, trocken und eben sein. Je nach Klebstoff sollte zudem ein Haftgrund auf die Fliesen aufgetragen werden. Bei Rissen im Untergrund bzw. zur Überbrückung sollte eine Entkoppelungsmatte für Fliesen verwendet werden. Beachten Sie bitte, dass Nivelliersysteme zwar optimal dafür geeignet sind, um Höhenunterschiede zwischen Fliesen, nicht jedoch Unebenheiten im Untergrund, auszugleichen. Dafür verwenden Sie am besten selbstnivellierende Spachtelmasse.

Schritt 1: Fliesen verlegen

Nachdem Sie die Vorbereitungen abgeschlossen haben, können Sie mit dem Verlegen der Fliesen beginnen. Tragen Sie zunächst den Fliesenkleber mit einem geeigneten Zahnspachtel gleichmäßig auf dem Boden auf und legen Sie die erste Fliese darauf.

ACHTUNG: Vor allem bei größeren Formaten empfiehlt es sich, im Buttering-Floating-Verfahren zu verlegen. Das bedeutet, dass Sie auch die Rückseite der Fliese mit einer Kleberschicht bedecken.

Danach nehmen Sie zwei (bei großen Fliesen auch mehr) Kunststoff-Teller mit Lasche und platzieren Sie sie in gleichmäßig entlang der Fliesenkante unterhalb der Fliese. Denken Sie daran, dass der Abstand zu den Ecken ca. 5 bis 7 cm betragen sollte. Dann nehmen Sie die nächste Fliese und setzen Sie so neben die erste, dass der Teller fest unter beiden Fliesen fixiert ist und die Lasche aus der Fuge heraussteht. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis die erste Fliesenreihe fertig verlegt ist.

Schritt 2: Nivellieren (am Beispiel Zugsystem)

Nehmen Sie nun die Zughauben zur Hand und schrauben Sie sie auf jede Gewindelasche. Drehen Sie vorsichtig, bis Sie auf Widerstand stoßen – Sie sind dann auf dem Niveau der ersten Fliesen angelangt. Um zwei nebeneinanderliegen Fliesen auf gleiche Höhe zu bringen, drehen Sie so lange weiter, bis sie exakt planparallel liegen.

VORSICHT: Stoppen Sie den Nivelliervorgang unmittelbar, nachdem die Fliesen ein Niveau erreicht haben. Drehen Sie nämlich dann immer noch weiter, besteht das hohe Risiko, dass die Zughaube abreißt. Sind alle Fliesen nivelliert, lassen Sie den Kleber nach Herstellerangaben aushärten.

Schritt 3: Nivelliersystem entfernen

Ist der Fliesenkleber vollständig getrocknet, können Sie die Nivellier-Elemente entfernen. Schrauben Sie zunächst die Zughauben ab (diese können Sie sammeln und beim nächsten Fliesenlege-Projekt wiederverwenden) und brechen Sie dann die verbleibenden Laschen an ihrer Sollbruchstelle ab. Das geht sehr leicht mit der Hand oder dem Fuß, natürlich können Sie stattdessen aber auch ein geeignetes Hilfsmittel (z. B. einen Gummihammer) verwenden. Die Reste kehren Sie schließlich einfach zusammen und entsorgen Sie im Müll. 

Schon ist Ihre perfekt ebene Fliesenfläche fertig und kann wie gewohnt verfugt werden! Übrigens: Die fixierenden Elemente des Nivelliersystems sichern die Fliesen so zuverlässig gegen Verrutschen ab, dass Sie sie bereits vor dem Verfugen vorsichtig betreten können.

Entkoppelungsmatte für Fliesen

Für professionelle Fliesenleger sind sie bereits zum Standard geworden – und auch für Heimwerker bringt die Verwendung von Entkopplungsmatten definitiv Vorteile. Denn durch die Entkopplung vom Untergrund können Folgeschäden bei der Verlegung von Fliesen zuverlässig verhindert werden. Wann eine Entkopplungsmatte sinnvoll ist, welche Funktionen sie erfüllt und wie Sie Fliesen am besten entkoppelt verlegen, lesen Sie in diesem Artikel.

Wozu braucht man überhaupt Entkopplungsmatten?

Fliesen sind als Bodenbelag äußerst beliebt: Sie punkten mit ihrer ansprechenden Optik, sind robust und strapazierfähig – und prinzipiell für die Verlegung auf nahezu jedem Untergrund geeignet. Grundsätzlich ist es dabei zwar durchaus üblich, Fliesen direkt mit dem Estrich zu verkleben, oftmals empfiehlt es sich aber, entkoppelt zu verlegen. Der Grund dafür ist ebenso einfach wie folgenschwer:

Da sich Baustoffe bei Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit ausdehnen und wieder zusammenziehen, kommt es unweigerlich zu Bewegungen im Boden. Die Krux an der Sache ist aber, dass das Dehnungsverhalten bei jedem Material unterschiedlich ausgeprägt ist. So reagieren Fliesen auf veränderte Bedingungen in der Regel anders als der darunterliegende Boden. Bei einer starren Verbindung zum Untergrund kann das dann recht schnell unangenehme Folgen haben. Denn obwohl es sich bei den Bewegungen in der Regel nur um Bruchteile von Millimeter handelt, reichen die entstehenden Spannungen aus, um Risse oder Sprünge in den Fliesen zu verursachen. Mit Entkopplungsmatten können solche Schäden verhindert werden. Denn sie sorgen für den nötigen Spielraum, damit sich die Materialien unabhängig voneinander in alle Richtungen ausdehnen können.

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Was ist eine Entkopplungsmatte?

Wie der Name schon sagt entkoppelt eine Entkopplungsmatte den Belag vom Boden. Das bedeutet, die Matte bildet eine zusätzliche flexible Trennschicht zwischen Fliesen und Untergrund. Da dementsprechend keine direkte Verbindung mehr besteht, werden Bewegungen, Spannungen oder Schwingungen auch nicht mehr vom Untergrund auf die Fliesen übertragen. Die Entkopplungsmatte fängt sie zur Gänze ab oder minimiert sie zumindest, sodass keine Risse entstehen können. 

Wo soll eine Fliesen-Entkopplungsmatte verwendet werden?

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann es prinzipiell nicht schaden, Fliesen entkoppelt zu verlegen. In einigen Fällen ist es jedoch besonders wichtig. In erster Linie betrifft das eben die Verlegung von Fliesen auf kritischem bzw. schwingendem Untergrund. Also überall dort, wo das Risiko für spannungsbedingte Schäden besonders hoch ist oder wo Unebenheiten und Risse im Untergrund ausgeglichen werden müssen. 

So neigt etwa frisch eingebrachter Estrich beim Trocknen vermehrt zu Rissbildung, was durch eine Entkopplungsmatte überbrückt werden kann. Ebenfalls obligat sind Entkopplungsmatten beim Verlegen von Fliesen auf einem bestehenden Holzboden. Denn dieser reagiert generell mit stärkerem Dehnungsverhalten auf äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Temperatur oder Feuchtigkeit. 

Aber auch wenn große Flächen und/oder großformatige Fliesen verklebt werden, können insgesamt überdurchschnittlich hohe Spannungen auftreten. Genauso wie bei punktuellen bzw. witterungsbedingten Temperaturschwankungen, wenn Fliesen zum Beispiel auf Fußbodenheizungen oder im Außenbereich verlegt werden. Zusätzlich sind Entkopplungsmatten auch bei besonders hohen Belastungen (z. B. in Garagen) äußerst empfehlenswert, um die nötige Absicherung gegen Risse oder Bruch zu gewährleisten.

Zudem verbessert eine Entkopplungsmatte die Haftung der Fliesen, wodurch auch eine Verlegung auf schlecht haftendem Untergrund ermöglicht wird. Deshalb sollte beispielsweise auch auf Böden mit bestehenden Kleber-, Lack- oder Farbschichten bevorzugt entkoppelt verlegt werden.

ACHTUNG: Bei besonders biegsamen Untergründen (z. B. wenn der Sparrenabstand in der Unterkonstruktion zu breit ist) stoßen allerdings auch Entkopplungsmatten manchmal an ihre Grenzen. In diesem Fall empfiehlt es sich, zunächst Gipskarton- oder OSB-Platten zu verlegen und erst darauf die entkoppelnde Matte anzubringen.

Welche Arten von Entkopplungsmatten gibt es?

Diverse Hersteller bieten Entkopplungsmatten in verschiedenen Ausführungen und Materialien. Am gängigsten sind Produkte aus Kunststoff, Hartschaum oder Textilfasern, die in der Regel als Meterware auf Rollen im Fliesen-Fachhandel oder im Baumarkt erhältlich sind.

Was im Prinzip alle handelsüblichen Entkopplungsmatten gemein haben ist der mehrschichtige Aufbau. Während der flexible Kern der Matte für den beschriebenen Ausgleich von Spannungen und Bewegungen sorgt, dient die meist genoppte Außenschicht zur Befestigung auf dem Untergrund auf der einen Seite sowie der Fliesenbeläge auf der anderen Seite. Auf der Unterseite sind außerdem häufig Lüftungskanäle angebracht, wodurch Feuchtigkeit auch nach dem Verlegen der Fliesen aus dem jeweiligen Untergrund entweichen kann. 

Prinzipiell sind moderne Entkopplungssysteme daher für nahezu jeden schwierigen Untergrund, wie z. B. Beton, Mischunterböden, Holzdielen, Spanplatten, Zement- oder Trocken-Estrich, alte Fliesen und viele mehr, geeignet. Welche Entkopplungsmatte im konkreten Fall am besten ist, hängt allerdings vom jeweiligen Einsatzbereich und den damit verbundenen Anforderungen ab. Denn zusätzlich zur eigentlichen Funktion der Entkopplung bringen die meisten Matten noch weitere Vorteile mit sich. 

So zeichnen sich vor allem Textilmatten, wie zum Beispiel eine PCI-Entkopplungsmatte, durch eine Verbesserung der Trittschalldämmung aus. Während andere Systeme, wie etwa Schlüter Ditra Entkopplungsmatten, überhaupt universell einsetzbar sind, da sie mit Entkopplung, Abdichtung, Dampfdruckausgleich und Drainage multifunktionale Eigenschaften in einem Produkt vereinen. 

Wie werden Entkopplungsmatten montiert?

Die Verlegung von Entkopplungsmatten ist einfacher als vielleicht angenommen, allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Grundsätzlich können Entkopplungsmatten entweder vollflächig verklebt oder schwimmend verlegt werden, wobei ersteres in der Praxis häufiger vorkommt. Welche Methode für das jeweilige Produkt angewendet werden soll, richtet sich aber immer nach den Empfehlungen des Herstellers.

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Dennoch ist die Vorgangsweise bei beiden Verlegetechniken nahezu identisch und besteht im Wesentlichen aus folgenden Schritten:

Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Egal, ob die Entkopplungsmatte schwimmend oder verklebt verlegt werden soll, der Untergrund muss sauber, eben und tragfähig sein. Bei stark saugenden Untergründen kann zudem eine Grundierung bzw. ein Fliesen Haftgrund sinnvoll sein. 

Schritt 2: Ausmessen und Matten zuschneiden

Vor dem Verlegen werden die räumlichen Gegebenheiten ausgemessen und die Matten entsprechend zugeschnitten. Um unnötigen Verschnitt zu vermeiden, sollte dabei besonders sorgfältig vorgegangen werden– auch ein Verlegeplan kann mitunter hilfreich sein. Damit es zu keinen Schallbrücken kommt, sollten in den Randbereichen außerdem Dämmstreifen verwendet werden.

Schritt 3: Entkopplungsmatte anbringen

Bei der schwimmenden Verlegung wird die Entkopplungsmatte nur lose auf dem Untergrund aufgebracht. Bei der vollflächigen Verklebung wird die Matte mit hochflexiblem Fliesenkleber (Kennzeichnung C2) fixiert. Zu beachten ist, dass der Kleber sehr schnell hart wird. Deshalb sollte immer nur so viel aufgetragen werden, wie auch innerhalb weniger Minuten mit der Entkopplungsmatte bedeckt werden kann.

Schritt 4: Abdichtung der Stöße

Auf der Fläche sind Entkopplungsmatten an sich zwar wasserdicht, an den Stößen kann aber trotzdem Wasser in den Untergrund gelangen. Deshalb ist eine entsprechende Abdichtung ebendieser notwendig. Üblicherweise werden Dichtbänder verwendet, um das Eindringen von Feuchtigkeit unter die Fliesen zu verhindern.

Schritt 5: Fliesen verlegen

Danach ist der entkoppelte Untergrund fertig, auf dem die Fliesen wiederum mit flexiblem Fliesenkleber in gewohnter Weise verlegt werden können. 

Was kostet Entkoppeln?

Abschließend noch ein paar Worte zu den Kosten von Entkopplungsmatten:

Grundsätzlich ist natürlich der Materialbedarf aufgrund der Quadratmeteranzahl der zu entkoppelnden Fläche entscheidend. Letztendlich sind jedoch die eingesetzten Materialien sowie Qualität und Funktionalität der ausgewählten Matte, aber auch der Hersteller für den tatsächlichen Preis ausschlaggebend. So sind Standard-Matten bereits um wenige Euro pro Quadratmeter erhältlich, während besonders hochwertige Produkte gerne mit einem Vielfachen davon zu Buche schlagen. Im Durchschnitt ist realistischerweise mit rund 10 Euro pro Quadratmeter zu kalkulieren, hinzu kommen noch die Kosten für den flexiblen Fliesenkleber. In Summe sind Entkopplungsmatten daher nicht gerade billig. Im Hinblick auf einen dauerhaften und vor allem schadenfreien Fliesenboden lohnt sich die Investition aber auf jeden Fall.

Ausgleichsmasse für Fliesen

Ausgleichsmasse ebnet den Weg für einen schönen, neuen Boden. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sie dient dazu, Unebenheiten im Untergrund einfach und zuverlässig auszugleichen. Warum das gerade beim Verlegen auf Fliesen so wichtig ist, welche verschiedenen Ausgleichsmassen es gibt und wie Sie beim Ausgleichen am besten vorgehen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

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Fliesen ausgleichen – wozu?

Selbst wenn Fliesen als äußerst langlebig gelten, wird wahrscheinlich trotzdem früher oder später der Moment kommen, an dem ein neuer Belag hermuss. Sei es, weil der Boden (oder auch die Wand) im Laufe der Zeit doch unansehnlich geworden ist, Schäden aufweist oder weil die Fliesen schlicht und ergreifend nicht mehr gefallen. 

Eine Option besteht dann darin, die Fliesen zu entfernen. Weitaus weniger aufwendig ist es jedoch, den neuen Belag einfach über den alten Fliesen anzubringen. Möglich ist das auf jeden Fall, denn prinzipiell lassen sich so gut wie alle Beläge auf Fliesen verlegen. Doch was allgemein beim Verlegen von Böden gilt, gilt in diesem Fall ganz speziell: Für ein makelloses Ergebnis braucht es einen optimal vorbereiteten Untergrund. Das bedeutet, die Fläche muss nicht nur sauber, trocken und tragfähig, sondern insbesondere auch eben sein. Spätestens jetzt kommt die Ausgleichsmasse ins Spiel. Denn sie gewährleistet ebendiesen notwendigen ebenen Untergrund. 

Bei Fliesen sind Unebenheiten allein schon durch die tieferliegenden Fugen in der Regel vorprogrammiert. Dazu kommen mitunter noch markante Strukturen oder Muster der Fliesen, die sich beim Verlegen von dünneren, flexiblen Belägen (z. B. Teppich, PVC, Vinyl etc.) abzeichnen können. Außerdem erhöhen die unebenen Stellen das Risiko für Risse oder andere Schäden – selbst vermeintlich starke Materialien, wie Parkett, Laminat oder eine neue Schicht Fliesen, sind davor nicht gefeit. Mit Ausgleichsmasse lassen sich all diese potenziellen Probleme in nur einem Arbeitsschritt beseitigen.

Welchen Zweck erfüllt Ausgleichsmasse (noch)?

Ausgleichsmassen kommen aber natürlich nicht nur bei Fliesen zum Einsatz. Sie werden generell überall dort verwendet, wo es Unebenheiten auszugleichen gibt. Das reicht von punktuellen Ausbesserungen an beschädigten Stellen bis zum Nivellieren einer gesamten Fläche – und zwar egal, ob im Innen- oder Außenbereich, ob Wand oder Boden und aus welchem Material der Untergrund besteht. Mit einer möglichen Schichtdicke von 30 mm oder sogar mehr, lässt sich außerdem mit Ausgleichsmasse Boden vollflächig erhöhen – zum Beispiel, um Barrieren zu beheben oder Niveauunterschiede auszugleichen.

Welche Arten von Ausgleichsmasse gibt es?

Im Handel gibt es für jeden Anwendungsbereich die passende Ausgleichsmasse. Je nach Hersteller und Produkt können sie auch unter Bezeichnungen wie Spachtelmasse, Nivelliermasse oder Fließspachtel zu finden sein. Allen Produkten gemein ist, dass es sich um trockenes Pulver handelt, das mit Wasser angerührt und als flüssige Masse auf den Untergrund aufgetragen wird. In Bezug auf die Inhaltsstoffe und damit die möglichen Einsatzmöglichkeiten gibt es allerdings gewisse Unterschiede.

Grundsätzlich bestehen Ausgleichsmassen entweder aus Zement oder Gips. Darüber hinaus können dem Material bestimmte Zusatzstoffe beigemengt sein, die die Eigenschaften der Nivelliermasse verbessern (z. B. Flexibilität, schnellere Trocknung, höhere Schichtdicke etc.)

Welche Ausgleichsmasse ist wofür geeignet?

Welches Produkt am besten geeignet ist, hängt sowohl von der Art der Verwendung, als auch vom jeweiligen Untergrund ab. Für Beton, Zementestriche sowie für die meisten starren Beläge (z. B. Fliesen) ist in der Regel herkömmliche Ausgleichsmasse ausreichend. Auch kleinere Unebenheiten lassen sich damit meist ohne Probleme ausbessern. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass gipshaltige Masse nicht oder nur mit zusätzlicher Abdichtung für Nassbereiche (z. B. in Duschen oder im Bad) zu empfehlen sind.

Im Gegensatz dazu brauchen manche Untergründe schon etwas mehr für die geeignete Ausgleichsmasse. Holzboden, Trocken- und Heizestriche sowie Gussasphalt sollten beispielsweise nur mit Nivelliermasse ausgeglichen werden, die aufgrund spezieller Zusätze flexibel ist. Wird die Ausgleichsmasse unter Fliesen im Außenbereich eingesetzt, sollte sie wiederum größere Unebenheiten ausgleichen können und außerdem natürlich frostsicher sein. 

Um das richtige Produkt auswählen zu können, sind aber letztendlich in jedem Fall die Herstellerangaben des jeweiligen Produktes entscheidend. Deshalb sollten diese vor jedem Kauf unbedingt genau beachtet werden. Auf der Verpackung sind einerseits alle notwendigen Informationen für die möglichen Einsatzbereiche zu finden, und anderseits genaue Angaben über die Mindest- bzw. Maximalhöhe der Ausgleichsmasse ersichtlich. Denn wie dick die Masse aufgetragen werden muss oder kann, stellt ebenfalls ein entscheidendes Kriterium dar. So macht es im Innenbereich einen wesentlichen Unterschied, ob es 3 oder 20 mm für ein optimales Ergebnis braucht, wenn durch eine zu hohe Ausgleichsmasse zum Beispiel Türen blockieren würden. Während bei Ausgleichsmasse außen wie erwähnt höhere Materialschichten möglich sein sollten, um gegebenenfalls auch größere Unebenheiten begradigen zu können.

Ausgleichsmasse auf Fliesen richtig auftragen: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

Damit am Ende die Freude über den neuen Belag auf den alten Fliesen möglichst lange währt, kommt es auf höchste Sorgfalt an. Und zwar von der Vorbereitung des Untergrunds über die sachgemäße Verarbeitung des Materials bis hin zum richtigen Auftragen der Ausgleichsmasse auf Fliesen. Dafür sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:

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1.Fliesen prüfen

Um den nötigen Halt für den neuen Bodenbelag zu gewährleisten, braucht es eine solide Basis. Daher ist im ersten Schritt zu überprüfen, wie es um die Haftung der Fliesen am Untergrund bestellt ist. Am besten gelingt das durch Abklopfen mit einem Gummihammer. Klingt eine Fliese hohl, ist sie zu locker und muss neu geklebt oder entfernt werden. Auch beschädigte Fugen sollten nach Möglichkeit ausgekratzt werden. Eventuell entstehende Lücken können bereits an dieser Stelle mit Spachtelmasse aufgefüllt werden.

2. Fläche reinigen

Im nächsten Schritt muss die Fläche gründlich gereinigt werden. Mit einem alkalischen Reiniger lassen sich nicht nur Verschmutzungen entfernen, sondern auch fettige Ablagerungen und Pflegemittel-Rückständer zuverlässig lösen. Zusätzlich kann die Oberfläche mit einem Diamantschleifer angeraut werden – unbedingt notwendig ist das in aller Regel aber nicht.

3. Grundierung auftragen

Damit die Ausgleichsmasse besser auf den Fliesen haften kann, wird eine Grundierung bzw. Haftgrund für Fliesen dringend empfohlen. Diese wird einfach gleichmäßig mit einer Rolle auf den Fliesen verteilt. Wichtig ist, dass es sich um eine Grundierung für nicht saugende Untergründe handelt. Haftgrund aus Expoxidharz oder Quarzsand sind dabei die beste Wahl. Zu beachten ist auch, dass die Grundierung vollständig trocken ist, bevor die Ausgleichsmasse aufgetragen wird.

4. Ausgleichsmasse mischen

Ist die Grundierung trocken, kann die Ausgleichsmasse gemischt werden. Das genaue Mischverhältnis von Pulver und Wasser ist der Beschreibung des jeweiligen Produktes zu entnehmen und genau einzuhalten. Ansonsten wird die Masse zu flüssig, was die Qualität des Ergebnisses beeinträchtigen kann. Gemischt wird am besten mit einem Rührquirl in einem oder besser gleich mehreren ausreichend großen Eimern – und zwar so lange, bis die Masse klumpenfrei und homogen ist. 

5. Dämmstreifen anbringen

Um Schallbrücken zu vermeiden, sollten unbedingt Dämmstreifen an der Wand angebracht werden. Diese sorgen dafür, dass die Ausgleichsmasse nicht in die Randfugen einfließt und sich dadurch Trittschall oder andere Geräusche direkt vom Boden auf die Wand übertragen können. Außerdem tragen die Dämmstreifen auch dazu bei, Risse in der Ausgleichsmasse zu verhindern.

6. Ausgleichsmasse auf Fliesen auftragen

Nach all diesen Vorbereitungen wird dann letztendlich die Ausgleichsmasse aufgetragen. Da die meisten Produkte selbstausgleichend sind, können sie direkt aus dem Eimer ausgegossen werden und brauchen nur geringfügig mit einem Spachtel oder einer Walze in die richtige Richtung gelenkt werden. Abschließend muss der Boden dann noch mit einer Stachelwalze – oder Schuhen mit Nagelsohlen – entlüftet werden. 

7. Ausgleichsmasse trocknen lassen

Begehbar ist die Ausgleichsmasse nach ca. 3 bis 4 Stunden. Bevor der neue Bodenbelag verlegt werden kann, muss die Oberfläche aber vollständig trocken sein. In der Regel ist nach rund 24 Stunden der Fall, wobei auch hier die Herstellerangaben entscheidend sind.

Fliesenkleber

Der richtige Fliesenkleber zählt zu den wichtigsten Kriterien für ein optimales Ergebnis beim Fliesen verlegen. Ihn zu finden ist bei den unzähligen Produkten allerdings leider nicht immer leicht. Deshalb ist guter Rat gefragt – und genau den soll Ihnen dieser Artikel bieten. 

Worauf kommt es bei Fliesenkleber an?

Fliesen verlegen ist bekanntlich nicht gerade das einfachste Unterfangen. Um die gewünschte Qualität zu erreichen, brauchen Sie neben handwerklichem Geschick und höchster Sorgfalt in der Vorbereitung und Durchführung vor allem auch das richtige Material. Und das betrifft nicht nur für die Fliese selbst, sondern eben auch den Fliesenkleber.

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Doch genau das ist gleichzeitig auch der springende Punkt, der selbst erfahrene Handwerker beim Kauf immer wieder vor Herausforderungen stellt. Auf den ersten Blick unterscheiden sich Fliesenkleber nämlich scheinbar kaum. Und auch ihre eigentliche Funktion, also Fliesen zu kleben, erfüllen sie grundsätzlich alle. Willkürlich ein Produkt wählen sollten Sie deswegen aber trotzdem nicht. Denn letztendlich ausschlaggebend ist, für welche Fliesen, auf welchen Untergründen und in welchen Anwendungsbereichen der jeweilige Kleber geeignet ist. Und was diese Faktoren betrifft, ist längst nicht jedes Produkt gleich.

Welche Arten von Fliesenkleber gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen zementgebundenen und nicht zementgebundenen Fliesenklebern unterschieden, wobei innerhalb dieser beiden Kategorien wiederum verschiedene Varianten existieren:

Zementgebundene Fliesenkleber

Zementkleber kommen heutzutage am häufigsten beim Verlegen von Fliesen zum Einsatz. Obwohl der Begriff Kleber in diesem Fall eigentlich nicht ganz treffend ist. Denn in Wahrheit handelt es sich dabei weniger um Fliesenkleber im wortwörtlichen Sinn, als vielmehr um Mörtel. 

Die Produkte bestehen in der Regel aus einer Zement-Sand-Basis sowie diversen Zusatzstoffen und sind als Trockengemische in Säcken oder Eimern erhältlich. Um gebrauchsfertig zu werden, muss das Pulver nur noch mit Wasser zu einer klumpenfreien Mörtelmasse angerührt werden. Die klebende Wirkung entsteht durch hydraulische Aushärtung. Das heißt, der Zement wird durch die Zugabe von Wasser fest und sorgt so für die nötige Haftung der Fliese.

Aber Achtung: Dieser Abbindeprozess geht relativ schnell, weshalb eine möglichst rasche Verarbeitung erforderlich ist. Sie sollten daher nicht zu viel Fliesenkleber auf einmal mischen, weil er sich sonst nicht mehr auftragen lässt. Vollständig trocken und somit belastbar ist der Kleber in der Regel nach rund 24 Stunden, enthält das Produkt spezielle Beschleuniger ist die Zeitspanne sogar noch kürzer.

Zementkleber erweisen sowohl beim Verlegen auf der Wand als auch auf dem Boden gute Dienste. Sie können prinzipiell auf allen starren, saugfähigen Untergründen, wie zum Beispiel Beton, Estrich oder Putz, verwendet werden. Außerdem sind sie wasserbeständig und frostsicher und daher auch für Fliesen im Außenbereich ohne Weiteres geeignet.

Flexkleber

Noch mehr Anwendungsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich bieten die sogenannten Flexkleber. Sie gehören ebenfalls den zementgebundenen Fliesenklebern, werden aber durch spezielle Kunststoff-Zusätze zum echten Allround-Genie.

Erstens lässt der Kunststoffanteil das Material flexibler aushärten. Dadurch kann Flexkleber Schwingungen, Spannungen und Bewegungen im Untergrund besser ausgleichen und beugt somit Rissen oder Abplatzungen in der Fliese vor. Von Vorteil ist das insbesondere beim Verlegen von Fliesen auf Untergründen wie Trockenestrichen, Faserzement, Gipskarton-Platten sowie Holzböden, aber auch bei Fliesen auf Fußbodenheizungen.

Zweitens sorgt der Kunststoff für eine deutlich höhere Klebekraft, als es bei herkömmlichen Zementklebern der Fall ist. Dadurch gewährleistet Flexmörtel nicht nur auf schwierigen oder besonders glatten Untergründen (z. B. Fliesen auf Fliesen) sicheren Halt, sondern auch beim Verlegen von Fliesen mit sehr dichter bzw. glasartiger Oberfläche, wie zum Beispiel Feinsteinzeug oder Mosaike. 

All diese vorteilhaften Eigenschaften haben aber natürlich auch ihren Preis. So sind Flexkleber in der Regel doch deutlich teurer als Standard-Fliesenkleber.

Naturstein-Kleber

Da herkömmlicher Zementkleber für Naturstein nicht geeignet ist, gibt es hierfür spezielle Naturstein-Kleber. Diese Produkte sind zwar ebenfalls zementhaltig, binden das Wasser aber besonders schnell. So lässt sich vermeiden, dass sich der Zement über das Wasser in der empfindlichen und porösen Oberfläche absetzt und Verfärbungen verursacht. Zudem ist der Kleber in der Regel weiß oder transparent, wodurch die Optik der Naturstein-Fliesen nicht beeinträchtigt wird.

Fließbett-Kleber

Bei der Fliesen-Verlegung auf großen Bodenflächen werden ebenfalls häufig spezielle Zementkleber verwendet: die sogenannten Fließbett-Kleber. Ihre Konsistenz kann flexibel je nach Wasserzugabe zwischen mehr oder weniger flüssig variiert werden, sodass sie – wie der Name schon sagt – fließbettauglich sind. Das bedeutet, sie müssen nicht wie die sonst viel zähflüssigeren Standard-Fliesenkleber auf jede Fliese separat aufgetragen werden, sondern können direkt auf dem Boden verteilt werden. Da die Fliesen-Rückseite bei dieser Verlege-Methode vollflächig mit Kleber benetzt wird, können Hohlräume unter den Fliesen garantiert ausgeschlossen werden. Deshalb sorgen Fließbett-Kleber nicht nur bei großformatigen Fliesen für optimale Haftung, sondern sind auch für den Außenbereich optimal. Denn gerade dort können Hohlräume schnell zu Frostschäden führen.

Nicht zementgebundene Fliesenkleber

Nachdem es in diesem Artikel um einen Überblick über die verschiedenen Arten von Fliesenkleber geht, gehören natürlich auch die nicht zementgebundenen Kleber zum Repertoire. Allerdings eher aus Gründen der Vollständigkeit, denn in der Praxis spielen diese eine eher untergeordnete Rolle.

Dispersionskleber

Bei Dispersionskleber handelt es sich um wasserlösliche Fliesenkleber auf Kunststoffbasis, die in der Regel bereits als gebrauchsfertige Mischungen erhältlich sind. Größter Pluspunkt dieser Kleber ist, dass sie nach der Aushärtung flexibler sind und eine höhere Klebekraft haben als Zementmörtel. Deshalb werden Dispersionskleber auch meist auf glatten Untergründen (z. B. Gipskarton oder Hartschaum) verwendet. 

Dem gegenüber stehen aber auch wesentliche Nachteile: So sind Dispersionskleber nicht frostbeständig und daher nur für den Innenbereich geeignet. Und selbst dort bestehen gewisse Einschränkungen: Dispersionen erhärten nämlich nicht wie Zement durch Abbindung, sondern durch Trocknung, wodurch der Prozess wesentlich länger dauert. Bei Wandfliesen spielt das im Prinzip keine große Rolle, doch für die Verlegung von Bodenfliesen sind Dispersionkleber aus diesem Grund weniger zu empfehlen.

Reaktionsharz-Kleber

Vorrangig in gewerblichen Bereichen, wo besonders hohe Anforderungen an den Fliesenkleber bestehen (z. B. Großküchen, Labore, Industrie etc.), können Reaktionsharz-Kleber von Nutzen sein. Durch die hervorragende Klebeleistung und hohe Flexibilität sind sie nicht nur für kritische Untergründe wie Kunststoff, Metall oder Glas geeignet, sondern darüber hinaus auch noch chemikalienbeständig. 

Im Privatbereich sind Reaktionsharz-Kleber jedoch kaum zu finden. Nicht zuletzt wegen ihrer aufwendigen Verarbeitung: Sie bestehen aus zwei Komponenten (Kunstharz und Härter), die vor der Verarbeitung noch zusammengefügt werden müssen, bevor eine chemische Reaktion schließlich für die Aushärtung sorgen kann.  

Beim Fliesenkleber-Kauf gilt: Achten Sie auf die Marke

Ist die Frage nach der passenden Fliesenkleber-Art erst mal geklärt, geht es „nur“ noch um die Auswahl des konkreten Produkts. An der Auswahl scheitert es dabei definitiv nicht. Denn egal, ob im Baumarkt oder im Online-Shop – Produkte gibt es in Hülle und Fülle.

Die Empfehlung lautet dabei ganz klar: Qualität geht vor Preis. Oder anders gesagt: Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auch bei Fliesenklebern auf Markenware namhafter Hersteller, wie zum Beispiel von

  • Ardex
  • CMI
  • Knauf
  • Lugato
  • MEM
  • PCI
  • Sopro
  • u. v. m.

Diese kosten zwar wahrscheinlich etwas mehr, als Handelsmarken oder No-Name-Produkte. Aber für den Preis bekommen Sie auch mit Sicherheit Produkte aus hochwertigeren Rohstoffen, die in der Regel alle notwendigen Qualitätskriterien nach DIN EN 2004 erfüllen. Außerdem bieten viele Markenhersteller ihren Kunden eine kostenlose Service-Hotline für Fragen und Unterstützung vor oder beim Verlegen.

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Apropos Verlegen: Dazu abschließend noch ein Tipp.

Welche Zahngröße für welche Fliesen?

Während Fliesen früher mit einer ordentlichen Portion Mörtel punktuell an Wand oder Boden angebracht wurden, geschieht das heutzutage üblicherweise im Dünnbettverfahren. Dabei wird der Fliesenkleber mithilfe einer Zahnkelle vollflächig aufgetragen. Die Zahngröße richtet sich dabei nach dem Fliesenformat und hat in weiterer Folge auch Auswirkungen auf den Fliesenkleber-Bedarf. Die genauen Empfehlungen sind den Herstellerangaben zu entnehmen, wobei als allgemeine Richtlinie folgendes gilt:

Fliesenkantenlänge bis 100 mm: 6 mm Zahngröße

Fliesenkantenlänge 100 bis 200 mm: 8 mm Zahngröße

Fliesenkantenlänge 200 bis 300 mm: 10 mm Zahngröße

Fliesenkantenlänge ab 300 mm: 12 mm Zahngröße