Vinylboden richtig kleben

Das Vinylboden kleben ist die einfachste und beste Möglichkeit, um einen stabilen und beständigen Bodenbelag zu erhalten. Allerdings müssen die Vorarbeiten sehr präzise ausgeführt werden, damit der Vinylboden perfekt auf dem Untergrund verklebt werden kann.

Zur Verfügung stehen eine vollflächige Verklebung und das Verkleben mit einem selbstklebenden Belag. Wie das Vinylboden kleben funktioniert, worin sich beide Methoden unterscheiden und warum Sie einen Fachbetrieb mit dem Verkleben beauftragen sollten, das erfahren Sie hier.

Das Vinylboden kleben ist nicht die einfachste, jedoch die beste Möglichkeit, um einen stabilen und beständigen Bodenbelag zu erhalten.

Allerdings müssen die Vorarbeiten sehr präzise ausgeführt werden, damit der Vinylboden perfekt auf dem Untergrund verklebt werden kann. Zur Verfügung stehen eine vollflächige Verklebung und das Verkleben mit einem selbstklebenden Belag. Wie das Vinylboden kleben funktioniert und worin sich beide Methoden unterscheiden, erfahren Sie hier.

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Vinylboden kleben – Voraussetzungen

Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um einen Vinylboden so zu verkleben, dass er gleichmäßig und ohne Abdruck auf dem Boden aufliegt. Dazu gehört ein sauberer, zementär gespachtelter und glatt geschliffener Untergrund. Wie Sie den Untergrund perfekt vorbereiten, erfahren Sie hier. Ist der Untergrund nicht perfekt gespachtelt und geschliffen, kann er nach dem Vinylboden kleben schlimmstenfalls Dellen aufweisen und Wellen schlagen. Dann war die ganze Mühe umsonst.




Vinylboden kleben: Die verschiedenen Arten der Verklebung von Vinylböden

Es stehen zwei Varianten zur Verfügung, um einen Vinylboden zu kleben, die vollflächige Verklebung und das Verkleben mit einem selbstklebenden Belag.

1. Vinylboden kleben – die vollflächige Verklebung

Bei der vollflächigen Verklebung wird auf den gut vorbereiteten Untergrund mit einem Spachtel Dispersionsklebstoff – das ist ein Nassklebstoff – aufgetragen, auf dem die einzelnen Module, beziehungsweise die 2 bis 4 Millimeter dicken Vinyl-Planken verlegt werden. Bei der vollflächigen Verklebung wird in Bahnen gearbeitet, die einem Vielfachen der Breite einer Planke entspricht.

Dazu wird der Nassklebstoff großflächig über die gesamte Breite exakt mit einer Zahnspachtel auf den Untergrund aufgetragen und nach kurzem Ablüften ins Kleberbett gelegt. Beim vollflächigen Vinylboden kleben muss schnell gearbeitet werden, da der Nassklebstoff bereits nach 30 bis 40 Minuten nicht mehr richtig haftet.

Außerdem darf nicht zu viel und auch nicht zu wenig Klebstoff auf den Untergrund aufgetragen werden, um eine optimale Haftung zu erzielen. Für diese Verlegetechnik ist zwingend ein Fachmann notwendig, da die Herausforderung für diese Art von Vinylboden kleben für Laien meist zu groß ist.

2. Vinylboden kleben – Verkleben mit einem selbstklebenden Belag

Beim Verkleben mit einem selbstklebenden Belag ist die Rückseite eines Moduls beziehungsweise einer Planke bereits mit Klebstoff präpariert, der durch eine Folie geschützt ist. Diese wird beim Vinylboden kleben einfach abgezogen, und die Vinyl-Planke wird auf den zuvor grundierten Unterboden aufgebracht. Diese, für das Vinylboden kleben verwendete Technik ist von Heimwerkern problemlos durchführbar und auch für ungeübte Heimwerker leicht zu lernen.

Um einen Vinylboden zu kleben, ist nicht nur handwerkliches Geschick erforderlich. Hinzu kommt der Zeitaufwand. Ausgebildeten Handwerkern geht die Arbeit schnell von der Hand, sodass ein neuer Vinylboden schnell verlegt ist. Einen unserer Handwerksbetriebe finden Sie auch in Ihrer Nähe.

Verlegen von selbstklebendem Vinylboden

Bevor der Vinylboden auf dem bereits vorbereiteten Untergrund verklebt werden kann, sollte er sich rund 24 Stunden vor dem Verkleben im Verlegeraum akklimatisieren, sodass er sich dem Raumklima anpassen kann.

Da die Türe die Hauptblickrichtung in den Raum ist, wird von hier aus mit dem Verlegen begonnen. Der erste Schritt ist der Wichtigste, da er darüber entscheidet, dass die erste Reihe und die sich daran anschließenden Reihen exakt verlegt werden. Um eine gerade Linie zu erzeugen, wird eine Schlagschnur im rechten Winkel von der Türmitte zur gegenüberliegenden Wand gespannt und mit ihr eine Hilfslinie gezeichnet.

Auf der Rückseite der Planke befindet sich (meist) ein Pfeil, der die Verlegerichtung anzeigt.

Diese Richtung muss bei allen Dielen zwingend eingehalten werden. Die rückseitige Folie wird etwas abgezogen und die erste Diele exakt an der Hilfslinie platziert.

Dann wird die restliche Folie abgezogen und die Diele am Fußboden festgedrückt. Dieses Prozedere wird bis zur gegenüberliegenden Wand fortgesetzt. Dielen, die größenmäßig angepasst werden müssen, werden mit einem scharfen Messer angeritzt und dann abgeknickt. Die zweite Dielenreihe wird dann um mindestens ein Drittel versetzt zur ersten Reihe angeordnet.

Die für die Heizungsrohre benötigten Löcher werden im Idealfall mit einem Forstnerbohrer gefertigt. Ebenso ist es möglich, die Löcher quadratisch anzuritzen und herauszubrechen. Am Schluss werden die Sockelleisten an der Wand verschraubt.

Vinylboden kleben: Die Vorteile eines verklebten Vinylbodens

Verklebter Vinylboden bietet zahlreiche Vorteile, nämlich diese:

  • Vollvinyl wird fest mit dem Untergrund verklebt, sodass der Bodenbelag sehr stabil und widerstandsfähig ist. Das ist auch der Grund, weshalb er unter anderem im Ladenbau sowie im Messe– und Eventbereich verwendet wird.
  • Auch bei einer Fußbodenheizung ist das Vinylboden kleben die beste Lösung, da die geringe Aufbauhöhe und die feste Verbindung des Bodenbelags mit dem Untergrund eine direkte Wärmeübertragung ermöglichen.
  • Ein verklebter Vinylboden genügt höchster Beanspruchung und bietet eine gute Raumakustik.

Wer als Mieter einen Vinylboden kleben lassen möchte, sollte zuvor die Erlaubnis des Vermieters einholen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

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So wird angelegt

Wenn der Untergrund für den Vinylboden vorbereitet wurde, bleibt nur noch ein kritischer Punkt für die Verlegung des Vinylbodens: Das Anlegen.

„Das Anlegen“ meint, die ersten 3-5 Reihen des Vinylbodens zu verlegen. Dies ist „kritisch“, weil man hier sehr sauber und exakt arbeiten muss.

Hat man beispielsweise einen Raum von 10m Länge, würde sich der kleinste Fehler in der ersten Reihe bis zum Ende des Raumes fortsetzen. Außerdem ist ein frisch verlegter Vinylboden nur schwer wieder zu entfernen, auch wenn es sich nur um 3 oder 5 Reihen handelt.,

Das brauchen wir zum Vinylboden verkleben:

  • Eine Klebstoffspachtel
  • Klebstoff
  • Ein scharfes Cuttermesser oder ein Bodenlegermesser mit Trapezklinge
  • Eine Schmiege/Stellwinkel oder Metall-Lineal
  • Einen Schnurschlag/Schlagschnur mit Kreide oder alternativ eine lange Dachlatte + Bleistift

Den Raum vermessen, bevor man klebt

Vor dem Verlegen des Vinylbodens müssen wir uns gut überlegen, wo wir unsere ersten 3-5 Reihen platzieren wollen. Typischerweise ist dies z.B. eine Außenwand, welche die gesamte Raumlänge/Breite abdeckt. Außerdem sollten wir messen, ob unsere Wand der Wahl zumindest einigermaßen parallel zur gegenüberliegenden Wand liegt. Ist dies nicht der Fall, können am Ende Schrägschnitte nötig sein, die nicht sehr schön aussehen.

Im Zweifelsfall sollte besser etwas mehr gemessen und ausgemittelt werden.

Vinylboden für die Verlegung richtig zuschneiden

Eine Stanze oder ein spezieller Vinylbodenschneider ist meistens nicht nötig. Vinylböden können z.B. mit einer großen Schere geschnitten werden. Profis ritzen nur die Oberfläche mit einem scharfen Messer an und brechen die Vinylplanke dann einfach ab. Dies ist die schnellste Art der Vinylboden-Verlegung.

Nicht zu viel Klebstoff auftragen

Der Klebstoff hat eine begrenzte Zeit in der er seine Klebekraft erhält. Wartet man zu lange, muss der Klebstoff mühsam von Boden abgeschabt werden. Daher empfiehlt es sich vorher genau anzuzeichnen, wie weit man den Klebstoff aufbringt.

Beispiel: Wir möchten 5 Reihen gleichzeitig verlegen. Nehmen wir weiter an, eine Planke hat eine Breite von genau 17 cm. Also ziehen wir eine Markierung die 17 cm x 5 breit ist (85 cm). Wir tragen den Klebstoff also auf eine Spur von genau 85 cm Breite auf. Anschließend legen verlegen wir unsere 5 Reihen des Vinylbodens. Danach zeichnen wir die nächsten 85 cm an und so weiter.

Tipps zur Verlegung von Vinylböden

Nach jeder Bahn die verlegt wurde, sollte der Belag nochmals angedrückt werden. Hierzu gibt es z.B. spezielle Metallwalzen, die auch bei der Verlegung von Teppichböden zum Einsatz kommen. Alternativ kann z.B. ein Brett mit einem Handtuch umwickelt werden, mit welchem man dann den frisch verlegten Vinylboden „entlang anreibt“.

Klebstoffreste vom Vinylboden nach der Verlegung entfernen

Selbst Profis passiert es beim Verlegen, dass etwas Klebstoff auf den Vinylboden gelangt. Statt diesen jedoch gleich abzuwaschen, sollten Sie besser warten, bis der Klebstoff abgetrocknet ist. Beim Abwaschen verteilt sich der Klebstoff nur noch mehr und ist später schwer aus den Fugen zu entfernen. Lässt man ihn hingegen abtrocknen, kann er meist nach der Verlegung des Vinylbodens einfach abgezogen werden.

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